Die natürliche Leistungsfähigkeit des Pferdehufes wird meist unterschätzt.
Ein regelmäßig betreuter und konsequent trainierter Barhuf kommt mit fast allen Böden zurecht.
Nur bei abriebintensiver Nutzung kann ein Hufschutz vor übermäßigem Hornabrieb schützen.
Hierbei sollte man darüber nachdenken, ob für die kurze Zeit der Nutzung nicht Hufschuhe die bessere Lösung sind – für das Pferd bestimmt.


Beschlag als Therapiemaßnahme:

Ein lahmendes Pferd wird beschlagen und läuft zunächst wieder. Durch den Beschlag wird die Mechanik der Hornkapsel weitgehend ausgeschaltet, was zunächst die Schmerzen lindern kann. Die Lahmheit tritt oft nach kurzer Pause wieder auf, wenn die eigentliche Ursache, die Unzulänglichkeiten am Huf selbst, nicht bekämpft wurde.

 

Zitat:

„… Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass es Pflicht des verständigen Reiters … ist, stets das günstigste Reitterrain aufzusuchen. Er scheue keine Mühe und Versäumnis, sich zu seiner Arbeit einen ebenen, weichen und elastischen Reitplatz zu verschaffen …

Kann der Reiter durch diese Sorgfalt es möglich machen, sein Pferd barfuß zu reiten, so gewinnt er dadurch einen doppelten Vorteil. Die Natur hat den Huf mit einer solchen Zähigkeit und Elastizität versehen, dass er nicht nur die inneren weichen Teile genügend schützt, sondern auch durch letztere Eigenschaft die Berührung mit dem Erdboden mildert. Infolge dessen wird der Gang des unbeschlagenen Pferdes nicht nur angenehmer für den Reiter, sondern auch weniger strapaziös für die Glieder desselben sein als der des beschlagenen, …“

Gustav Steinbrecht
Das Gymnasium des Pferdes